PRESSE
HELLO, DOLLY! - Theater Bremen - Choreografie
„Neben Gayle Tufts, die mit ausgesprochen starker Persönlichkeit und auch tänzerischem Einsatz geradezu die Bühne rockt, agiert ein hervorragendes Ensemble. [...] Die Tanzszenen mit dem Kellner-Galopp in der Choreographie von Dominik Büttner sind ein Höhepunkt der Inszenierung. [...] Was hier an Witz und zündenden Ideen eingebracht wird, ist einfach grandios. Aber auch schon im 1. Akt konnte Büttners Choreographie begeistern. Chor und Tänzer überzeugen dabei gleichermaßen. [...] Das ist eine Show ganz großer Klasse!“
Nordwestzeitung
„Die flott getimte und von Choreograf Dominik Büttner ebenso temporeich aufgeschäumte Inszenierung streut behutsam, aber regelmäßig Ironie in die Szenen, umläuft jede Gefahr klamaukartiger Zustände, macht Figuren und Konstellationen glaubhaft. […] Unbändige Leidenschaft pulsiert bei sämtlichen Beteiligten, und das von der ersten Minute an. Bremens ‚Hello, Dolly!‘ entstaubt den angejahrten Hit rasant und landet mit dieser Frischzellenkur einen Volltreffer.“
Musicals - Das Musicalmagazin
„[Ein] Abend, der zu einem Triumph werden wird, weil einfach alles stimmt an dieser Produktion. Applaus nach jedem Song. Fast zehn Minuten Standing Ovations, als alle Paare sich endlich gekriegt haben. Der Saal tobt, der Saal jubelt. [...] Nicht denkbar wäre die stets leicht durchgeknallt wirkende Szenerie zudem ohne den wie immer fabelhaften Chor und die Tänzer Martina Vinazza, Anne Friederike Wolf, Aniel Agramonte Rivero und Evert Bakker, die durch manchmal fast akrobatische Einlagen glänzen - Choreografie: Dominik Büttner. [...] Eine Show, die so viel Spaß macht, dass man sie sich nicht entgehen lassen sollte.“
Weser-Kurier
„Mit Selbstironie und perfektem Timing – „Hello Dolly“ fulminant am Theater Bremen. [...] [Es] beeindruckt die Choreographie von Dominik Büttner, der es verstanden hat, aus Chor und TänzerInnen eine stimmige mitreißende Show hinzulegen. [...] Und dann die Besetzung, die Maßstäbe setzen dürfte.“
NMZ
„Der Chor war diesmal nicht nur für den Gesang, sondern auch für Tanz zuständig und sie haben es super gemacht. Ganz großartig die Kostüme, die Choreografie, das Bühnenbild und die Musik. [...]
Es gab am Ende stehenden Applaus über einen langen Zeitraum – das Klatschen hörte überhaupt nicht mehr auf.“
Radio Bremen
DIE DREIGROSCHENOPER - SamArt Theater Samara/Russland - Regie
"Eine glänzende Zusammenarbeit des deutschen Regisseurs Dominik Büttner mit dem Schauspielensemble. [...] Stummfilmcharaktere und düstere Kreaturen, die einem Tim Burton-Film entsprungen zu sein scheinen, tauchen in die Brechtschen Abgründe ein."
Gaseta Samarskogo (Russische Tageszeitung)
Probenbericht auf Deutschlandfunk Kultur:
Putin darf kein Kasper sein - Dreigroschenoper eröffnet Theater in Samara
Premierenberichte Russisches Fernsehen:
Beitrag Fernsehsender Телерадиокомпания ГУБЕРНИЯ
Beitrag Fernsehsender GIS
Beitrag Fernsehsendung "Точки над i"
Beitrag Fernsehsender Телерадиокомпания TERRA
IM WEIßEN RÖSSL - Theater Osnabrück - Choreografie
"Von wegen angestaubt: [...] 'Das weiße Rössl' reißt am Ende die Zuschauer von den Sitzen, zu Recht. [...] Die Figuren sind Karikaturen ihrer selbst, so, wie sie die Autoren des Singspiels angelegt haben. Nur setzen Regisseur Tobias Bonn und sein Team noch einen drauf. [...] 'Was kann der Sigismund dafür' ist ebenso ein Höhepunkt des Abends wie das Duett mit Klärchen. Ihre überzogenen Choreografien führen die beiden nicht nur perfekt aus, sondern sie sind auch extrem witzig. Verantwortlich für die Tanzeinlagen ist Dominik Büttner, ausgeführt werden sie vom gesamten Ensemble, vor allem aber von Studierenden des Instituts für Musik. Die machen eine tolle Figur. [...] Ein großes, großes Vergnügen."
Neue Osnabrücker Zeitung
"Es ist keineswegs eine altbackene Inszenierung, die am Theater Osnabrück gezeigt wird, sondern eine schwungvolle Interpretation, was auch ein Verdienst von Dominik Büttner ist, der eine wunderbare Choreografie entwickelt hat. Hier ist nichts brav oder bieder, sondern frech und schräg – und das kommt beim Publikum richtig gut an. […] So verspricht dieses rundum gelungene 'Rössl' einen riesengroßen Spaß und hat das Zeug zum Spielzeit-Hit."
Kulturfeder
„Quietschbunte Revue-Operette wird zum Knaller der Saison. […] Wer könnte 'Im weißen Rössl' besser inszenieren als Tobias Bonn, […] Teil der sehr erfolgreichen Geschwister Pfister? Da hat man mit anarchischem Gespür und Mut für das Große den Fachmann geholt. Das Theater Osnabrück übertraf sich selbst, alle Sparten und Gewerke griffen ineinander. […] Was für eine Ensembleleistung!“
Osnabrücker Nachrichten
„Eine flotte Inszenierung. […] Viel Chor und unterhaltsamer Tanz, ein rundum sympathisches Personal und eine nie abreißende Lieder-Folge von Ohrwürmern […] reißen schließlich das Premierenpublikum zu lang andauernden Ovationen hin.“
Westfälische Nachrichten
CABARET - Staatstheater Kassel - Choreografie
„So hat man ‚Cabaret‘ noch nie gesehen […] Eine Raumbühne (inkl. Seiten- und Hinterbühne) dient als erweiterter Zuschauerraum. ‚Pandaemonium‘ nennt man die Gerüstkonstruktion, die auf mehreren Etagen Sitz- und Spielorte ermöglicht. […] Ausgezeichnete Qualität bis in die Nebenrollen […] und die hervorragenden Kit-kat-Girls und Kitk-kat-Boys. […] Ein packender Theaterabend. Dazu trägt auch die hervorragende Choreografie von Dominik Büttner bei. Er nutzt die Weite der Bühne, inszeniert die Shownummern mit viel Witz und Kreativität.“
Musicals - Das Musicalmagazin
"Applaus im Stehen und Bravo-Rufe im vollen Kasseler Opernhaus [...] Eine überzeugende Mischung aus Glamour und Beklemmung. Da kippt die laszive Erotik der Nachtklubwelt in die Gleichmacherei der Nazischreihälse [...] Die Tänzer zeigen anspruchsvolle Choreografien von Dominik Büttner. Große Bilder und detailreiche Mini-Szenen bieten viel Augenfutter. "Biutifull", wie es Florian Krannich als Conférencier mit heftigem deutschem Akzent auf den Punkt bringt."
Hessische Niedersächsische Allgemeine
„Dominik Büttners Choreografien schlängeln sich geschmeidig um die Handlungsorte herum, arrangieren sich zu gelungenen Bildern, so in „Money makes the world go round“ mit einer präzis gestellten finalen Skulptur aus Menschenleibern und goldenen Münzen.
Onlinemerker
„Die Kit-kat-Girls und -Boys leisten Fulminantes in Dominik Büttners Choreografie […] Lasziv, beklemmend - die packende Umsetzung eines genialen Musicals.“
HNA
THE GOODBYE GIRL - Deutschsprachige Erstaufführung - Theater Bielefeld - Choreografie
„Bewunderung verdienen die dynamischen Tanzszenen nach bester Broadway-Manier von Dominik Büttner, in die sich Frederike Haas scheinbar mühelos einfügt und dabei auch noch zu singen vermag. [...] Flotte Wechsel von intimer Privatsphäre und groß angelegten Tableaus mit Tanz-, Show- und Theaterszenen.“
Westfalen-Blatt
"Selten habe ich an einem deutschen Stadttheater eine so runde Inszenierung gesehen, die durchaus mit angelsächsischen Produktionen Schritt halten kann [...] mit von Dominik Büttner einfallsreich choreografierten Tänzen. […] Frederike Haas und Nikolaj Alexander Bruckner [...] kann man getrost als Traumpaar bezeichnen. Schauspielerisch, gesanglich und tänzerisch wunderbar harmonierend."
Musicals - das Musicalmagazin
„Die deutschsprachige Erstaufführung [...] kommt in Bielefeld frisch, flott und fröhlich über die Bühne [...] Frederike Haas überzeugt durch bestes Timing, gerade wenn sie im Tanzstudio zu der mitreißenden Choreografie von Dominik Büttner immer einen Takt hinterherhinkt [...] Ein wunderschöner Broadway-Klassiker, der für fast 3 Stunden kurzweilig, ohne Längen, mit detailliert gezeichneten Charakteren unterhält.“
Blickpunkt Musical
"Dominik Büttners Choreografie serviert Broadway-Feeling voll Schmiss und Ironie [...] Intelligent gemachtes Unterhaltungstheater."
Orpheus- das Musiktheatermagazin
DIE SPINNEN, DIE RÖMER! (A Funny Thing happened on the Way to the Forum) - Theater Bielefeld - Choreografie
„Schreiber und der einfallsreiche Choreograf Dominik Büttner haben das Kunststück fertiggebracht, Liebe und amouröse Gelüste in Zeiten von Corona völlig berührungslos, aber durchaus glaubwürdig darzustellen. […Eine] antik aufgepeppte, mitunter derbe Schaumschlägerei mit viel Sinn für exaktes Timing, optische Gags, turbulente Bewegungsabläufe und emotionale Momente.“
Westfalen-Anzeiger
„Im Freudenhaus von Lycus hält sich [coronabedingt] eine überschaubare Zahl von Kurtisanen auf, was Choreograf Dominik Büttner die Gelegenheit gibt, die Qualitäten einiger der Mitglieder der theatereigenen Tanztruppe E-Motion mit hübschen Solo-Auftritten zum Glänzen zu bringen. Da ihm groß angelegte Ensemblenummern wegen der Pandemie verwehrt bleiben, choreografiert er für die Hauptdarsteller kleine, hübsche Tanz-Miniaturen, die diese mit sichtbarem Spaß an der Freud aufs Parkett legen.“
Musicals - Das Musicalmagazin
„Der Regisseur hatte das Kunstwerk zu vollbringen, die zahlreichen Gags mit dem richtigen Timing zu zünden und dabei das hohe Spieltempo zu halten – doch das ist ihm, gerade auch im Zusammenspiel mit der dynamischen Choreografie von Dominik Büttner, sehr gut gelungen. Die derzeit geltenden Corona-Hygieneregeln wurden exzellent in die Inszenierung eingearbeitet. […]
Ein großer, abwechslungsreicher Spaß, den man nicht verpassen darf!“
Kulturfeder
ELTERNABEND - Theater für Niederdsachsen Hildesheim - Choreografie
„Das ist ebenso unterhaltsam wie berührend, intelligent wie philosophisch, rasant wie melancholisch. Ein unerwartet tiefsinniger Abend, den das Premierenpublikum am Sonnabend im Stadttheater mit heftigem Szenenapplaus, am Ende mit einfühlsamem Beifall begleitet. …
Die Songs … holen die Company in den spritzigen Choreografien von Dominik Büttner zurück in die Theaterwelt. Beste Beispiele sind der witzige Werbe-Jingle für das ADHS-Medikament „Ritalin“ und die Schwulen-Hymne „Der Homosexuelle an sich“, in der die MusicalCompany … so richtig die Sau rauslassen darf.“
Hildesheimer Zeitung
„Hervorragend war die Choreografie von Dominik Büttner, der mit den sieben Protagonisten köstliche, lebendige Szenen bescherte. ... Das Premierenpublikum war begeistert und dankte allen Mitwirkenden mit lang anhaltendem Applaus.“
Der Opernfreund
„Sehr überzeugend sind Dominik Büttners Beiträge als Choreograf. Er bebildert die Songs und treibt die Handlung voran. … ‚Morgen‘ möchte man die Aufführung am liebsten gleich noch einmal sehen.“
Musicals - Das Musicalmagazin
„Die Choreographien von Dominik Büttner komplettieren den optischen Eindruck. Hier wird eingekesselt, gegeneinander getanzt und es entstehen immer wieder starke Bilder. … Im Foyer liegt eine junge Frau nach der Premiere weinend im Arm einer Freundin. Es gibt viel zu erleben und viel zu fühlen bei diesem Elternabend in der Legowelt. … Eine hervorragende Gesamtleistung und wirklich sehens- und fühlenswerte Umsetzung des Lund/Zaufke-Stoffs.“
Musicalzentrale
DIE DREIGROSCHENOPER - Theaterlabor des Internationalen Theaterfestival Samara/Russland - Regie
Interview in der russischen Tageszeitung Sveschaja Gaseta
auf Deutsch und Russisch:
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CABARET - Oper Halle - Choreografie
„Das Hallenser Stadt- und Staatstheater zeigte sich also spartenübergreifend bereit für den Broadway … Viel Glitzer und Glimmer-Glammer und als Opener das berühmte 'Willkommen, Bienvenue, Welcome' des Conferenciers. … Ihm und den Kit-Kat-Girls und Boys gehört das Entree. Da erleben wir den Humus für den Erfolg des Abends. Denn diese singende und tanzende Truppe rekrutiert sich nicht aus der Ballett-Compagnie des Hauses, die sich mal ostentativ vulgär geben darf. Nein, das sind ganz junge Leute, von der Konfektionsgröße 34 bis zum wogenden XXL-Weib. Also alles andere als durchgehendes Girlreihen-Gardemaß. Aber egal, sie haben Spaß, und sie haben richtig gut gearbeitet. Denn was der Choreograph Dominik Büttner ihnen abverlangt, das ist ganz hohes Handwerk, und das liefern sie. Mit ihrer Natürlichkeit, großer Spielfreude und eben erstaunlicher Präzision. Das bietet den Drive über den ganzen Abend. … In dieser Mischung aus gezielter und gekonnter theatraler Wirkung und ungekünsteltem Spiel funktioniert dieser Abend. … Große politische Unterhaltung, die keinen Zeigefinger braucht und auch gar keinen hat. Weil der den Rhythmus schnippsen muss. Und wenn das so geschieht wie in Halle, hat das Theater alles richtig gemacht.“
MDR Kultur
„Stehender Applaus am Ende. Minutenlang. Das ist auch ein Zeichen. Und hochverdienter Lohn für alle Beteiligten an der Mehrsparten-Musical-Produktion 'Cabaret' der Bühnen Halle. …
Schmissig geht es los, das Tingeltangel 'Kit Kat Club‘ ist ein schillernd-vulgärer Ort des Amüsements und der Anbahnung für Lebens- und Liebeshungrige beiderlei (und auch des gleichen) Geschlechts. … Als man sich in Halle entschloss, … 'Cabaret' als Gemeinschaftsproduktion von Schauspiel, Oper und Staatskapelle auf die Bühne zu bringen, war an den antisemitischen Anschlag vom 9. Oktober, der zwei Unbeteiligte das Leben kostete, nicht zu denken. Nun gibt die Hass-Tat eine zusätzliche, beklemmende Grundierung für diesen Abend ab. Eine aggressive Stimmung aus Fremdenfeindlichkeit und Rassismus gedeiht schon lange in bestimmten Milieus und hat nicht nur Menschen in prekärer Lage, sondern auch Teile der bürgerlichen Mittelschicht erfasst. In ‚Cabaret‘ ist das wie in einer Blaupause vorgezeichnet und macht einen regelrecht atemlos. … Eine bravouröse Leistung, die allen Mitwirkenden auf und hinter der Bühne zu danken ist. Hier sind neben der Regisseurin Henriette Hörnigk … der Choreograf Dominik Büttner … zu nennen. … Halle kann stolz auf sein(e) Theater sein.“
Mitteldeutsche Zeitung
„Dominik Büttner sorgt für rasante und wirkungsvolle Choreographien. … Diese an Assoziationen reiche Hallenser Produktion ist eine Entdeckung, weil sie mit unverstelltem Blick die Gegenwart im Fokus hat.“
Musicals- Das Musicalmagazin
„'Cabaret’ zündet an der (musikalischen) Oberfläche und macht gleich dahinter ernst! Es ist der sprichwörtliche Tanz auf dem Vulkan, der hier zur Selbstermunterung wird. Und zur Selbstbetäubung.
Regisseurin Henriette Hörnigk … und Dominik Büttner (Choreographie) … setzten zunächst aufs Varieté-Flair. … Die Inszenierung bekommt den Balance-Akt zwischen verrückt mitreißendem Zwanzigerjahre-Sound und der aufdämmernden Katastrophe instinktsicher hin. Ein Hakenkreuz auf der Armbinde von Ernst Ludwig und als choreographiertes Bild der Jungs und Mädels, die noch nicht so recht wissen, was sie da eigentlich tun, genügt. … Die Nummernfolge von 'Cabaret' lebt natürlich vor allem von dem Conférencier, … der im wahrsten Sinne des Wortes die Puppen tanzen lässt. … Ein toller Abend!“
Städtische Zeitung Halle
„Ich bin enttäuscht! Ein Kritiker soll ja kritisieren. Was war gelungen, was weniger, was gar nicht. Aber an diesem Abend gibt es nichts zu meckern. Das ist Theater, wie es einst erdacht wurde und immer noch funktioniert. … Und diese Tänzer, choreografiert von Dominik Büttner! Die wirbeln über die Bühne und schaffen singend und tanzend mit ihrer Körperlichkeit die lebendige Szenerie der dreißiger Jahre. Das sind Laien und die sind sooo gut! … Es ist eine sehr opulente Inszenierung. Das Premierenpublikum jedenfalls bedankte sich mit einem sehr langen stehenden Applaus. Also: es war total begeistert. … Auf dem Nachhauseweg denke ich: Halle kann Hollywood! Vielleicht sogar besser.“
HalleSpektrum
OTELLO DARF NICHT PLATZEN - Theater Bielefeld - Choreografie
"Sehenswert die Choreografie von Dominik Büttner, die immer präzise und schwungvoll ist. … Beste Unterhaltung, die sicherlich ihr Publikum finden wird."
Musicals- Das Musicalmagazin
"Perfekte Unterhaltungskunst. ... Ein Abend, über den sich nichts besseres sagen lässt, als dass er den Broadway für die Dauer von zweieinhalb überaus kurzweiligen Stunden an den Niederwall verlagerte. Und das muss einer Produktion erst einmal gelingen."
Neue Westfälische Zeitung
"Flotte Choreografie von Dominik Büttner … Beste Unterhaltung in Bielefeld!"
Blickpunkt Musical
GENERATION#D - Mc Knight Hall Charlotte, North Carolina/USA - Regie
„Dominik Büttner traveled to Charlotte to direct this vital work and he brought out the best in each of the performers. [...] The production was received with standing ovations because it was truthful, raw and moving.“
Broadway World
„It works. It works really well. [...] The topics touched on at 'generation #d' varied all over the board, from experiences of racism, homophobia, political pressure, social pressure, feelings of being strange, weird, different. [...] The combination of all these elements were incredibly effective by the end of the performance. [...] 'generation #d' really hit home with the entire audience, who reacted greatly to the many stories of diversity, adversity and overcoming fear of being different.“
Niner Times Charlotte
HERMANN DER MATROSE (Try Out) - The Ballery Berlin - Choreographie
"...Bestens unterstützt von Choreograf Dominik Büttner, der mit seinem ideenreichen Bewegungsapparat nachdrücklich unterstreicht: 'Hermann' ist ganz klar ein echtes Tanzmusical- umwerfend zum Beispiel im Pas de deux, das Christian Fröhlich in der Titelrolle und Mathias Reiser als Peter hingebungsvoll zur Schau bringen.“
Musicals- Das Musicalmagazin
HOCHZEIT MIT HINDERNISSEN (THE DROWSY CHAPERONE) - Theater Bielefeld - Choreographie
"Akrobatik und Steppen, schwungvoller Tanz und jazzige Musicalnummern verwandeln das Wohnzimmer in eine Nostalgiekiste. [...] Dominik Büttners Choreographie fängt bestens die 20er-Jahre ein. [...] Unbedingt sehenswert! Mit dieser Produktion festigt das Stadttheater Bielefeld wieder einmal seinen Ruf als eine der wichtigsten Musicalbühnen des Landes."
Musicals- Das Musicalmagazin
"Was sie [die Darsteller] zeigen, wirkt federleicht und ist in Gestik und Bewegung doch so, als sei es einem Stummfilm entsprungen. Köstlich überzeichnet. Es wird rasant getanzt von Charleston bis Tango. [...] Ein Muss für alle, die einfach Spaß haben möchten."
Westfalen-Blatt
"Das Ensemble trumpft mit flotten Tanznummern zu den wirklich melodiösen Songs auf, unter anderem die mit vielen Einfällen geprägte Choreographie zu „Schlicht“. Hierbei muss Janet beispielsweise auf Glocken und einem Jagdhorn spielen, Einrad fahren oder mittels Flöte eine Schlange tanzen lassen. Lustig auch das „Klagelied der Braut“, […] zu diesem Song tanzt Janet mit Affen.“
Blickpunkt Musical
EVITA- Tournee der Schauspielbühnen Stuttgart - Szenische Einrichtung und Choreographie
"Das Ensemble ist auch in den Gruppenszenen so stark, dass jeder sein Profil zeigen kann und es dennoch immer harmoniert und in den Tempi punktgenau passt, choreographisch wie musikalisch. [...] Dominik Büttner verlangt seinem Ensemble als Choreograph alles ab – und er bekommt es. Die Grenze zwischen Tanz und Akrobatik ist fließend. [...] Standing Ovations eines dankbaren Publikums."
Kölnische Rundschau
"'Buenos Aires' ist eingebunden in eine Tanznummer, bei der sich zwischen die ausgelassenen Tänzer mehr und mehr Militärs mischen, ein starkes Bild für die allmähliche Veränderung der Gesellschaft. Gelungene Choreographien vom Tangoabend auf dem Dorf bis zur Prozession des Volkes vor der toten, in unwirkliches Licht gehüllten Heiligen „Santa Evita“ am Ende überzeugen tänzerisch und erzählerisch. [...] Die Inszenierung schafft den Spagat zwischen großer Unterhaltung und kritischer Distanz. Die liegt in den Zwischentönen, doch denen lassen Regie, Musik, Choreographie und Darsteller reichlich Raum – ein eindrucksvoller Start in die neuen Spielzeit."
Neue Westfälische Zeitung
„Buenos Aires wird mit einer mitreißenden Tanzszene vorgestellt, ebenso gut choreografiert ist das schräge Marsch-Ballett der Generäle. [...] Langer Applaus mit Bravos für die Gäste aus Stuttgart.“
Main-Post
KÖNIG LEAR - Neues Globe Theater Potsdam - Choreographie
"Der König tanzt – und zwar zu dem 1980er-Jahre-Hit 'It’s Raining Men' der Weather Girls. Völlig frei und ungezwungen hüpft er auf der Bühne herum, schmeißt seine Klamotten von sich und gibt sich ganz dem Augenblick hin. Es ist der Höhepunkt des Wahnsinns, den das Neue Globe Theater in seiner Inszenierung von Shakespeares „König Lear“ mit dieser Szene präsentiert. Ein Akt der personifizierten Verrücktheit dieser Welt, der am vergangenen Donnerstag bei der Premiere mit jubelndem Szenenapplaus gefeiert wurde. Zu Recht."
Potsdamer Neue Nachrichten
„Höhepunkt vor der Pause ist der Tanz des Königs, der sich zum 1980er-Jahre-Hit 'It´s raining men' die Kleider vom Leibe reißt.“
Frankfurter Rundschau
DIE SCHÖNE HELENA - Stadttheater Ingolstadt - Choreographie
"Mit gewaltigem Jubel feierte das Publikum am Samstag im Stadttheater Ingolstadt die Premiere von Jacques Offenbachs Operette "Die schöne Helena". [...] Dominik Büttner gestaltet höchst prägnante choreographische Szenen. [...] Spannende Theaterkunst also und Unterhaltung vom Besten."
Augsburger Allgemeine
"Das ganze mythologisch-französische Ensemble setzen Folke Braband und Dominik Büttner in flott choreographierte Bewegung, es gibt melodienselige Momente und anzügliches Knistern der Dialoge. [...] Langeweile ist in fast drei Stunden ein Fremdwort und das Publikum aus dem Häuschen."
Bayerische Staatszeitung
"'Die schöne Helena' am Stadttheater Ingolstadt als gelungene Mischung aus schauspielerisch burlesken Glanzlichtern und musikalisch- choreographischem Drive. [...] Brillant auf die Fähigkeiten des Ensembles abgestimmte Choreographien von Dominik Büttner. [...] Und so gab es großen Applaus für diese tolle Ensembleleistung in Offenbachs
'Die schöne Helena'.
Kulturkanal Ingolstadt
CLUB BERLIN - Staatliches Tschechow-Theater, Sachalin/Russland - Regie & Choreografie
RUSSLAND, WARUM AUSGERECHNET RUSSLAND?!
oder: Deutsches Musical kommt nach Sachalin
Ein Reisebericht von Dominik Büttner - Erschienen 2015 im Magazin Blickpunkt Musical
Und da stehe ich nun. Stehe in Wintermantel, Mütze, Schal, Pulli und festen Stiefeln mitten auf dem Rollfeld und warte darauf, dass sich die Menschenmassen endlich in das naheliegende Flughafenterminal von Sachalin mit dem Chic einer Neuköllner Supermarktrampe gequetscht haben. Die Sonne scheint. Ich habe das dringende Bedürfnis, mich mindestens zweier Lagen meiner Bekleidung zu entledigen. Wer hatte mir das eigentlich mit dieser sibirischen Kälte erzählt? Russland - ein Wintermärchen, pures Klischee. Denkt der Deutsche an Russland, so denkt er an Wodka, Borschtsch und Väterchen Frost.
Es war der Mann, der mir das Visum ausstellte. Der Mann im Reisebüro, der die Frage, obwohl selbst Russe, in den Raum brummte: “Russland, warum ausgerechnet Russland?“ Woraufhin seine Kollegin, obwohl selbst Russin, zurückbrummte, während sie sich die Ohren rieb: „Kalt, sehr kalt.“ Eben nicht.
Viel weiß ich nicht über dieses Land. Und schon gar nicht über Sachalin.
Sachalin ist die größte Insel Russlands, doppelt so groß wie Griechenland und im Pazifik 60 km nördlich von Japan gelegen. Tschechow war mal hier, das weiß ich, als er etwa in meinem Alter war und hat seine Eindrücke in dem Buch „Die Insel Sachalin“ niedergeschrieben. Das wollte ich eigentlich zur Einstimmung lesen, aber dann war ich so mit Organisation und Vorbereitung, Kommunikation per Übersetzer bei neunstündiger Zeitverschiebung, beschäftigt, dass es dazu nicht mehr kam.
15 Stunden Reise liegen hinter mir, durch das größte Land der Erde, besser, darüber hinweg und ich stehe schwitzend in Sachalin. Warum?
Meine gute Freundin Nini Stadlmann trägt die alleinige Schuld daran. Sie, die jetzt eigentlich in diesem Moment an diesem Platz, anstelle Meiner stehen sollte, blieb stattdessen zu Hause in Berlin bei Mann und Kind und spielt eine Uraufführung im Ku’Damm Theater. Dabei hatte sie dieses Projekt an Land gezogen: Regie und Choreographie für ein Musical über das Berlin der 30er Jahre mit dem wohlklingenden Namen „Club Berlin“. Nini hatte dazu ein sehr schönes Skript über einen fiktiven, sehr angesagten Club im Berlin der 30er verfasst, in dem sich allerlei interessante Figuren tummeln, die viele deutsche, amerikanische und russische Melodien aus dieser Zeit singen.
„Du bist doch immer für ein Abenteuer zu haben. Warst du schon mal in Russland?“, fragte sie vor ein paar Monaten am Telefon. „Springst du für mich ein?“ Ich sprang.
Evelyna Birjukova, die Produzentin des Projekts und gleichzeitig meine Übersetzerin, holt mich vom Flughafen ab und bringt mich vorbei an russischer Taiga und Gebäuden mit Ostblockcharme zur ersten Besprechung auf der Probebühne des Stadttheaters Juschno-Sachalinsk, das natürlich Tschechow-Theater heißt und in dem eigentlich nur Sprechtheater gezeigt wird. Evelyna, die schon zahlreiche internationale Projekte in Russland verwirklicht hat, hatte also jetzt mal die Idee, ein Musical zu machen, etwas anderes, etwas Neues, eine Art von Revue.
Es sind zwar alle sehr bemüht, aber es ist wohl nicht bis in die oberste Etage vorgedrungen, dass wir nicht nur ein kleines Konzert machen, sondern eine richtige Musicalrevue - mit 27 Musiknummern, Dialogen, Choreographien und Showtreppe...
Nicht, dass ich wochenlang Pläne und Fragen verschickt hatte, auf die ich meist gar keine und wenn nur unzureichende Antworten erhalten hatte- erst jetzt stellt sich heraus, dass ausgerechnet meine drei Hauptrollen in den Endproben für „Der Besuch der alten Dame“ stecken, das erst in einer Woche Premiere haben wird und daneben spielen sie auch noch andere Stücke im Repertoire, bis hin zu Elena, die unbedingt noch im Kindermärchen „Mama Bär“ verkörpern muss! Aber ich habe doch sowieso nur zwei Wochen Proben für ein abendfüllendes Stück und aus organisatorischen Gründen muss ich auch noch vor der Generalprobe wieder abreisen! Bis dahin muss das Stück komplett stehen, danach soll es nur noch Durchlaufproben geben, um Routine in die Abläufe zu bekommen. Aus einem ehrgeizigen Vorhaben wird plötzlich Russisch Roulette - ich versuche den Anwesenden irgendwie klarzumachen, dass das so nichts wird- aber die sind wohl Kummer gewohnt und sagen nur resigniert: „Wie immer.“
Ich bin doch nicht 10000km gereist, damit alles „wie immer“ ist!
Immerhin ist der Bühnenbildner großartig, wenn auch am Rande des Nervenzusammenbruchs, Kette rauchend und hochgradig kaffeeabhängig, weil er sämtliche Produktionen des Theaters parallel betreuen muss und die erfahrene Kostümbildnerin ist zumindest aus Moskau. Zu diesem Zeitpunkt ahne ich noch nicht, dass sie dorthin auch zwei Tage später wieder zurückfahren muss, weil ein Familienmitglied schwer erkranken wird. Also, keine Kostümbildnerin mehr.
Was ist demnach zu tun? Nachdem mir begreiflich gemacht worden war, dass von der Intendantin, einer Buchhalterin mit günstigen Verwandtschaftsverhältnissen, die von Kunst so viel Ahnung hat wie ich von Buchhaltung, keinerlei Hilfe zu erwarten ist, da sie von Anfang an als ewig Gestrige nichts an diesem Projekt mit „westlichen Kapitalisten“ finden konnte, wird der Regisseur von „Der Besuch der alten Dame“ in einer Probenpause zu unserer Krisensitzung gebeten.
Gott sei Dank ist er einsichtig, da er mit genau denselben Schwierigkeiten zu kämpfen hat und wir klügeln einen Plan aus, wie wir die einzelnen Schauspieler auf beide Produktionen aufteilen, sodass am Schluss mit viel Glück zwei Premieren stattfinden können. So ist Russland eben auch: Man hält zusammen, wenn´s drauf ankommt!
Die erste Probe. Die Schauspieler sind ordentlich ausgebildet, singen erstaunlich gut und schuften wie die Ackergäule.
Der musikalische Leiter, Gregor DuBuclet, ein Amerikaner und ebenfalls in Berlin lebend, war zum Glück schon zwei Wochen vorher angereist und hatte musikalisch geprobt, so dass die Musiknummern weitgehend standen. Außerdem hatte er ein 12-köpfiges Orchester aus Musikern formiert, die vorher nur noch auf Beerdigungen, in Speiserestaurants oder verraucht verruchten Jazz Bars zu hören waren und dadurch wieder eine Anstellung bekamen. Wir beide sind die ersten westlichen Künstler, mit denen diese Schauspieler arbeiten und die sie nun näher kennenlernen.
„Für uns geht ein Traum in Erfüllung- wir wollten schon immer ein Musical machen!“, wie sie mir immer wieder versichern.
Also proben wir von morgens bis spät abends und nutzen jede freie Minute. Vieles im Bereich Musical ist natürlich neu für sie, vor allem Tempo und Timing. Und der Kampf mit dem Offbeat wird täglich neu aufgenommen.
Premiere von „Der Besuch der alten Dame“ und ich mittendrin. Neben mir, die Kulturministerin und Schwester der Intendantin. Der Kreis schließt sich. Die theaterbesuchenden russischen Damen von Welt fahren auf mit perfektioniertem Ost-Chic. Kein Stiletto ist zu hoch, kein Lidstrich zu lang, Busen werden zu überquellenden Dekolletés gequetscht, Hüftgold durch gleichnamige Halter in Zaum gehalten. Das Motto lautet: Dezenz ist Schwäche. Hier ist keiner schwach. Die Vorstellung beginnt. Ich verstehe kein Wort und versuche, die dürrenmattsche Handlung aus den hintersten Winkeln meines Hirnes hervorzukramen. LK Deutsch 13 Punkte, also bitte, ein Kinderspiel. Meine Augen und Ohren wollen sich nicht so recht an die überhöhten Showeinlagen gewöhnen und das Stück mündet in eine Art Megamix im Stil von osteuropäischen Eurovison Song Contest-Beiträgen der frühen 80er Jahre. Grand Prix Eurovision de la Chanson zu billigen Synthesizerbeats und Jane Fonda Aerobic-Choreographien. Dennoch ziehe ich den Hut vor dem Regisseur. Dafür, dass er dieses Stück durchsetzen konnte, ein politisches Statement, das hier und da, ähnlich unserem, sehr nah an die momentane Situation in Russland heranrückt. Dass hierfür die eine oder andere heikle Textpassage geopfert werden musste, egal, ein bisschen Schwund ist immer. Ich frage mich jedoch, wie ich ein Stück für ein Publikum inszenieren soll, dessen Sehgewohnheiten und Geschmack so anders sind, mir gar fremd, und dessen Ästhetikempfinden kaum unterschiedlicher sein könnte? Zum Glück bleiben wir im Stil der 30er Jahre als eine Hommage an die Filme und Revuen jener Zeit, die offensichtlich auch in Russland sehr beliebt waren und es bei den älteren Generationen auch immer noch sind. Der Dietrich sei Dank. Aber bei aller Unterhaltung will ich, dass immer dieser Tanz auf dem Vulkan jener Zeit durchscheint. Und spätestens, wenn Sergej, der vor kurzem noch im ukrainischen Donezk während der Bombenangriffe im Keller des russischen Theaters probte und durch Zufall und eine Portion Glück das Engagement in Sachalin bekam, ganz am Ende unseres Stückes von Freiheit und Toleranz sprechen wird, wird dem Publikum, so hoffe ich, der aktuelle Bezug bewusst.
Nach der Premiere ist vor der Premiere. Ich habe endlich alle Darsteller. Das ist gut. Ich habe keine Bühne. Das ist schlecht. Es stellt sich heraus, dass ich genau zwei Tage auf der Bühne werde proben können. Und zwar nicht am Ende der Probenzeit, nein, mittendrin. Sinnlos, das Stück ist noch nicht so weit. Das Theater ist schön renoviert und gut ausgestattet, manch deutsches Stadttheater würde vor Neid erblassen, und man hat sogar extra Mikroports gekauft. Aber was nützt mir das, wenn ich nie Durchläufe auf der Bühne machen kann? Ich soll innerhalb der kommenden zwei Tage alle Szenen und Choreographien stellen, Wege klären, Kostüme absegnen, leuchten und meine Darsteller davor bewahren, sich den Hals zu brechen, auf einer Showtreppe, die es noch gar nicht gibt. Natürlich nicht.
„So geht das nicht!“. Aber Widerstand wird nicht nur nicht gern gesehen, er wird nicht geduldet. Und so hätte man fast meinen Vertrag aufgelöst und mich in die Aeroflot Richtung Berlin Tegel gesetzt.
Es wird kritisch. Kritisch, weil ich spüre, dass man diese Freiheit, einfach zu sagen, was man denkt, einfach zu sein, wie man ist, die gerade für uns in Berlin ganz normal ist, hier nicht hat.
Jedes Stück, das über die Bühne des Tschechow Theater gehen soll, muss vor der Premiere auch noch von einer Kommission abgenommen werden, ansonsten wird sich der Lappen niemals heben. Diese Kommission kann das Stück auch nach der Premiere wieder absetzen, grundlos. Hierarchien werden nicht hinterfragt, man ordnet sich unter. Oft werden Dinge einfach auf den höheren Ebenen entschieden, ohne dass man dort die genaueren Sachverhalte kennt.
Die organisatorischen Schwierigkeiten und die oftmals unnötige Bürokratie an deutschen Stadttheatern - wer kennt sie nicht? „Wir machen das hier schon immer so!“ In Russland wird es noch komplizierter und frustrierender, denn man verlangt, dass man sich stillschweigend und ohne nachzufragen ins System fügt. Mein Reiseführer nennt das: “Autokratisch-oligarchisches System“.
Ich als zutiefst demokratischer Mensch soll einfach die Klappe halten, wenn ich mit vollkommen unsinnigen Entscheidungen konfrontiert werde, die mir das Leben schwer und die Arbeit unmöglich machen? Der Verstand ist bitte beim Pförtner abzugeben.
Mal sehen!
Aber in Russland muss man vorsichtig sein, wie man kommuniziert, sonst schalten sie auf stur und es geht gar nichts mehr...
Zum Glück ist die Produzentin Evelyna immer dabei, dient quasi als Katalysator und regelt das Meiste mit der Intendanz, Gregor im Schlepptau, während ich probe. Als Russin weiß sie, wie man taktieren muss- ich alleine wäre verloren!
Und ich? Ich probe. So gut es eben geht.
Zusätzlich bringt mich die Sprachbarriere fast an den Rand der Verzweiflung. Ich habe zwei Übersetzer an meiner Seite, die sich gegenseitig ablösen. Evelyna spricht Deutsch, Anton Englisch. So beginne ich eine Probe auf Deutsch, beende sie auf Englisch, zähle zwischendrin mühsam auf Russisch ein, was meine Darsteller lieben, und warte immer- gefühlt unendlich, bis alles übersetzt worden ist. Hitzig wird über akkurate und passende Textformulierungen diskutiert, während ich daneben stehe, nichts verstehe und schon gar nichts dazu beitragen kann. Um die Sache zu beenden, deute ich auf eine Person, deren Variante ab sofort übernommen wird, sonst würden sie jetzt noch diskutieren.
Und am Ende dürfen wir an meinem letzten Probentag doch noch auf die Bühne- nach der Abendvorstellung. Danke!
Alle verzichten auf die gewerkschaftlich zugesicherte doppelte Probengage nach 22 Uhr, sogar das Orchester! Der Grund? Liebe zum Projekt. Wirklich wahr. Wir machen zwei Durchläufe bis in die Morgenstunden. Kein Einziger hat sich beschwert, im Gegenteil- alle laufen zur Höchstform auf und plötzlich fügt sich alles zusammen!
Für danach habe ich als kleine Überraschung und als Dankeschön russischen Sekt besorgt. Und obwohl niemand davon wissen konnte, steht innerhalb kürzester Zeit der Tisch voll mit Essen und anderen Getränken, es wird gesungen und getanzt, obwohl es 6 Uhr morgens ist. Ja, das ist russisch, echt russisch, hoi hoi! Und wieder sind sie alle darum bemüht, dass ich ja genug esse, alles probiere und erkenne, wie schön ihr Russland sein kann. Ich bekomme Geschenke, viele Geschenke, und Umarmungen, viele Umarmungen. Das ist dann wohl die ebenso vielbesungene Seele.
Ich gehe ins Hotel, packe meine Sachen. Zum Glück gibt es schon Frühstück, also setze ich mich ein letztes Mal auf eines der weißen Kunstledersofas, an den gekachelten Tisch mit einer Vase voll ausgeblichener Plastikblumen darauf, und schreibe jedem ein „Toi, toi, toi“ auf eine aus Deutschland mitgebrachte Postkarte mit Originalfotos aus dem Berlin der 30er Jahre. Dann bringt mich Evelyna zum Flughafen. Sie sieht zwar ziemlich mitgenommen aus, ich ehrlich gesagt auch, aber das lässt sie sich nicht nehmen. „Ich bin an allem schuld, weil ich dich hierher verschleppt habe, jetzt bring´ ich dich auch wieder zurück Richtung nach Hause!“
Und auch wenn mir nach dem Check-In meine Mitbringsel, kleine Döschen mit wunderbarem Sachaliner Kaviar wahrscheinlich vom Flughafenpersonal aus dem Koffer geklaut werden- mehr als nur ein Verdacht, habe ich die Russen doch in mein Herz geschlossen!
Ob das Stück von der Kommission abgenommen wurde? Natürlich. Ob es dem Publikum gefallen hat?
Noch heute bekomme ich von den Schauspielern per Whatsapp Fotos geschickt und genau Bericht erstattet- dass es nach der Premiere Standing Ovations gab, dass sie sich auf jede Vorstellung freuen, dass alle Vorstellungen in diesem Jahr ausverkauft sind und dass das Stück ins nächste Jahr übernommen wird.
Das entschädigt natürlich. Nicht für alles, aber für fast alles.
Und Evelyna schreibt mir: „Elena ist jetzt nicht mehr Mama Bär, sie ist Starrr!“
Text: Dominik Büttner und Michael Kargus
Blickpunkt Musical Ausgabe: 01/2015
EVITA - Altes Schauspielhaus Stuttgart - Choreographie
"Tolle Choreographie!“
Südwestrundfunk - SWR1-Theatertipp
"Doch erst einmal geht es auf der Bühne richtig ab. [...] Ein fulminantes Tanzensemble irrwischt zu Evas sozialem Aufstieg über die Bühne, Tangotänzer heben Frauen auf ihre Hüften, und die Musik bietet mitreißende Klänge."
Esslinger Zeitung
"Die Szenen flutschen wie im Film, die zehn Sänger und Tänzer spielen Trauernde, tanzen Tango, protestieren als Arbeiter oder marschieren als Generäle."
Stuttgarter Zeitung
IM WEIßEN RÖSSL - Stadttheater Ingolstadt - Choreographie
"Ein wundervoll-witziger musikalischer Abend, der mit allen möglichen Klischees aufräumt, indem er sich ihrer bedient.
Erstaunlich, was das Ingolstädter Ensemble alles draufhat. Es wird gesungen [...], getanzt (Choreografie: Dominik Büttner), gespielt – und dies alles mit schwungvoller Leichtigkeit. Unterstützt von Antje Rietz als Rössl-Wirtin und Büttner als Piccolo, walzert das Sprechtheater-Haus mal wieder ins Reich des Musicals, konsequent im 30er-Jahre-Stil, wobei auch das als ironische Haltung durchgeht. Ebenso wie die Bewegungsabläufe und Choreografien alles Altbekannte durch eine leichte, kecke und kokette Überdeutlichkeit schon wieder süß und schnucklig machen."
Nürnberger Nachrichten
"Immer wieder erstaunt das Ensemble im Schauspielhaus an der Donau nicht nur durch darstellerische Qualität, sondern auch durch musikalisches Talent. Nun aber zeigt es sich geradezu in Höchstform, wirkt atemberaubend, bietet Unterhaltung vom Feinsten [...] Auch die frische, [...] überaus fantasievolle und freche Choreografie von Dominik Büttner, der zugleich in die Rolle des Piccolo schlüpft, geht erfrischend eigenständig und „respektlos“ an das Werk heran und sekundiert dem persiflierenden Gestaltungswillen Folke Brabands perfekt.
Ein Theaterereignis, das man gesehen haben muss."
Augsburger Allgemeine